Wärme verbindet eine Region

Pressemitteilung

Saarlouis, den 13. März 2007

Mehr Effizienz, mehr Sicherheit

Neue Energieleitwarte in der Zentralstation Saarlouis
offiziell in Betrieb genommen

 
Die Fernwärme-Verbund Saar GmbH (FVS) hat am Dienstag, 13. März, im Rahmen einer offiziellen Feierstunde ihre neue Energieleitwarte in der Zentralstation Saarlouis auf dem Gelände der Zentralkokerei Saar offiziell in Betrieb genommen. Die FVS ist eine gemeinsame Gesellschaft der STEAG Saar Energie AG (Anteil: 74 Prozent) und der Stadtwerke Saarbrücken (Anteil: 26 Prozent). Die Gesellschaft betreibt die Fernwärmeschiene Saar, eines der größten regionalen Fernwärmeversorgungssysteme in Deutschland. Uwe Louis, Geschäftsführer der FVS, in seiner Ansprache: „Diese neue Leitwarte ist ein wesentlicher Baustein für mehr Effizienz und Sicherheit bei der Energieversorgung durch die Fernwärmeschiene Saar.“ Reinhard Störmer, Mitglied des Vorstandes der STEAG Saar Energie AG, zeigte Parallelen auf zwischen der Fernwärmeschiene und den Stärken der STEAG Saar Energie: „Die Schiene verbindet verschiedenste Arten der Energieerzeugung, verbindet Industrieunternehmen und kommunale Versorger sowie Ökologie und Ökonomie. Dies sind auch Stärken der STEAG Saar Energie AG beim Thema Nachhaltigkeit. Wir bieten intelligente, vernetzte Konzepte basierend auf einer großen Bandbreite erneuerbarer Energien von der Biomassenutzung bis zur energetischen Verwertung von Grubengas.“

Hintergrund für den Bau der neuen Leitwarte ist die Neuorganisation aller dezentralen Betriebe der Region Saar der STEAG Saar Energie und ihrer Tochtergesellschaft FVS. Von nun an werden alle Energieerzeugungs- und Verteilanlagen an der Westsaar zentral von einer Stelle aus koordiniert und kontrolliert. Dies betrifft nicht nur die Fernwärmeschiene Saar der FVS mit den Zentralstationen Völklingen und Saarlouis, sondern auch die Heizwerke Velsen mit den angeschlossenen Versorgungen in Großrosseln, Dorf im Warndt und Bergwerk Warndt, das Heizwerk Lebach mit der zugehörigen Stadtteilversorgung und die Objektversorgung der Hochwaldkliniken in Weiskirchen, allesamt Anlagen der STEAG Saar Energie.

Die alte Leitwarte wurde 1986 mit dem Bau der Zentralstation installiert. Die Investitionen für die neue Leitwarte und die Peripherietechnik betrugen rund eine Million Euro. Die Visualisierung der an den Erzeugungs- und Verteilstationen gemessenen und über Lichtleiterwellenkabel ins Leitsystem übermittelten Daten wurde deutlich verbessert. Gegenüber der Altanlage steht jetzt eine deutlich höhere grafische Darstellung zur Verfügung. Dies ermöglicht eine bessere Übersicht und sorgt für eine schnellere Fehleranalyse. Die eingebauten Systeme wurden redundant ausgelegt und sind auch bei Ausfall der Leittechnik über eine Notfallbedienung fahrbar.

Die Gesamtinvestitionen für die neue Leittechnik an der Westsaar betrugen 1,7 Millionen Euro.

Alle wichtigen Betriebsinformationen werden zusätzlich auf die zentrale Leitwarte der STEAG Saar Energie AG in Saarbrücken aufgeschaltet. Von hier kommen die Vorgaben und Prognosen zur Lastverteilung, das heißt, zu welchem Zeitpunkt welche Erzeugungseinheit wie viel Energie liefern soll.

Eine Broschüre zur Fernwärmeschiene Saar kann im Downloadbereich des Internetauftritts der STEAG Saar Energie – www.steag-saarenergie.de – eingesehen werden.